Gedanken zum Thema Weltreise

7,6 Milliarden Menschen gibt es 2019 auf der Erde, Tendenz steigend
Bild: picture-alliance/dpa

1953 stand der erste Mensch auf dem Mt. Everest. Es gab nicht viele, die das damals geschafft hätten. Mittlerweile versuchen jährlich mehrere Hundert Menschen den höchsten Berg der Erde zu besteigen. Ähnlich ist das bei anderen Sportarten.

1964 begann Heinz Stücke seine Fahrradweltreise, die dann 50 Jahre andauerte. Sicherlich auch ein Rekord. Beobachtet man per Internet die Fahrrad-Weltreise-Scene, stellt man schnell fest, das heute viele Radler, aus allen Ländern, unterwegs sind – auf der langen Meile rund um den Globus.

Das Internet verbindet uns dabei, es verkleinert Distanzen und baut Brücken. Ich glaube, unter den 7.600 Millionen Menschen, gibt es viele denen genau jetzt gleiches durch den Kopf geht wie mir:

einfach losfahren und die Welt kennenlernen

Ist einfach gesagt, es gibt auch durchaus Gründe die der Umsetzung dieses Gedankens im Wege stehen. Ich z.B. bin inzwischen Ü60 und meine Lebenserfahrung bremst meine Spontanität dramatisch aus. Oder sollte ich besser sagen die Spontanität weicht der vermeintlichen Vernunft. Ich glaube:

die Vernunft verliert irgendwann, wenn nur
die Sehnsucht groß genug ist.

Mein Vater wollte seine Kinder in die Welt schicken um Erfahrungen zu sammeln so wie er es erfahren hat. Ich dachte damals, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten (USA) wartet auf mich, ist mein Start in die Zukunft. Es war dann aber doch nur die Werkzeugfabrik im Nachbarort in der ich zum Elektriker ausgebildet wurde.

Meine Vision wurde Opfer der Normalität

Der Beruf wurde nun das Wichtigste. Geld verdienen und Karriere machen das oberstes Gebot. Früher oder später aber besinnt sich mancher. Die Sehnsucht, das Fernweh kommt zurück. Die berufliche Karriere verliert an Wichtigkeit.

Was ist wichtig im Leben?

Das muss sicher jeder für sich entscheiden. Für mich war es irgendwann nicht mehr der Elektriker sondern mein Fernweh. Ein entscheidender Milestone für mich war meine erste Velo-Fernreise. Auf dem Weg von Lhasa nach Kathmandu vorbei am majestetischen Mt. Everest wurde mir wieder klar was ich schon als Jugendlicher wollte:

einfach losfahren und die Welt kennenlernen

2 Gedanken zu „Gedanken zum Thema Weltreise

  1. Hallo Klaus, ja, nun wird es immer konkreter bei dir, endlich. Ich wünsche dir auf jeden Fall schon mal viel Erfolg, Freude und ein richtig tolles Abenteuer wirst du auf jeden Fall haben. Vor allem die Natur, Kulturen und Menschen sind es, wie du ja schon besser als ich weißt, am besten. Aber auch die Herausforderung.

    Ich brach meine weitere Pläne (Sibirien, Kasachstan, Kirgistan, Europa etc) ab, mein Kopf wollte nicht mehr. Nun sitze ich für eine unbestimmte Zeit auf den Philippinen und werde hier bald etwas herum radeln und auch als Freelancer arbeite. Ich vermute das wird wohl mein neues zu Hause werden. Genau das ist das schöne an so einer Weltreise, du weiß nicht, wie und wo es endet, Ich änderte meine Pläne während der Reise öfter mal.

    Wie dem auch sei, alles Gute dir Klaus!

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    • Hi Lukas, freut mich von Dir zu hören. Habe in den letzten jahren öfter an Dich gedacht. Toll, was Du schon alles erlebt und durchgezogen hast. Eine Pause vom Reisen braucht wohl jeder mal und die Philippinen sind nicht der schlechteste Ort für eine Pause.
      Ich bin noch immer in der „Traumphase“ aber Du hast Recht, es wird immer konkreter. Dieses Jahr gehts nochmal nach Skandinavien und als letzte Übung vor der großen Reise möchte ich nächstes Jahr den Pamirhighway angehen. Mal schauen wie alles klappt. Man kann ja viel planen aber letztendlich kommt doch vieles anders.
      Ich wünsch Dir eine schöne Zeit im fernen Osten.
      Klaus

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